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Aufnahme: Gesamtaufnahme in deutscher Sprache Produktion: EMI - 1984, Köln 2 LP / 2 CD - stereo Katalog-Nr.: LP : EX 157 27 0073 3 CD : 7243 5 66373 2 0 |
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Anmerkungen: Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [53'00"] • 2. Akt [34'00"] • 3. Akt [26'15"] Im 3. Akt treten erhebliche Kürzungen im Vergleich zur französischen Fassung auf. So fehlen unter anderem der Entr'acte, die Arie der Großherzogin ("O grandes leçons du passé") oder auch das 2. Verschwörerterzett ("Sortez, sortez de ce couloir"). Ebenfalls unter dem Dirigat von Pinchas Steinberg entstand:Kommentar: Ein wenig ragt diese Produktion aus den deutschen Einspielungen heraus, die Offenbachs Werke meist in einen allzu wienerischen 3/4-Takt oder aber ein ewiges Marschtempo zu zwingen versuchen. Wie schon bei der Aufnahme der "Banditen" gelingt Pinchas Steinberg eine stilvolle und unkonventionelle Interpretation, wenngleich die Wahl seiner Tempi ihn eindeutig ins Lager der deutschen Dirigenten rückt. Es hieße, Eulen nach Athen zu tragen, hier erneut zu betonen, daß Enriqueta Tarrés auch eine derjenigen Sopranistinnen ist, die über eine angenehme Stimme verfügt, aber nicht das Bild einer jungen (!) Großherzogin zu vermitteln vermag. Zementiert wird dieser Eindruck durch die (beeindruckende) Schauspielerin Marianne Rogée, der man - offenbar auf Grund sprachlicher Probleme auf Seiten Enriqueta Tarrés' - die Dialoge der Großherzogin einsprechen ließ. Gepaßt hätte diese Idee auch im Bezug auf Saskia Gerritsen, deren nordischer Akzent die Dialoge zu angestrengt wirken läßt. Stimmlich ist ihre Wanda jedoch äußerst angenehm. Adolf Dallapozza, bereits offenbach-erfahren, steht hier erneut seinen Mann. Der General Bumm, welchen Alexander Malta präsentiert, ist wieder einmal mehr jener dickbäuchige Dummkopf, der die opéra bouffe auf das Niveau eines albernen Singspieles verdammt - schade, denn bei der Stimme wäre da mehr zu erwarten. Kaum zu glauben ist auch, daß die endlosen, holperigen und völlig einfallslosen Texte in der Regie des großen Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch entstanden sein sollen. Selbst die für deutsche Ohren oft nur teilweise zu verstehenden Dialoge französischer Aufnahmen sind um ein Vielfaches unterhaltsamer. Mithin ist es schwer, ein klares Fazit zu ziehen: Pinchas Steinbergs wirklich gutes Dirigat wird immerhin durch einige Begleitumstände, die er nicht zu vertreten hat, in den Hintergrund gedrängt. Empfehlenswert? Jein. |
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