La Fille du Tambour-Major

Dirigent: Richard Blareau




Mitwirkende:

Stella Christiane Harbell
Robert Etienne Arnaud
Monsieur Monthabor Louis Musy
Francesca J. Goublier
Lorenza C. de Rieux
die Priorin Marcelle Ranson
Gregorio Totah
Griolet André Mallabrera
Claudine Monique de Pondeau
le Duc della Volta Pierjac
le Marquis Bambini Robert Destain
la Duchesse della Volta Germaine Light
Clampas Jean Chardin
Josetta C. de Rieux

Choeurs
Leitung: Charles Pernès

Orchestre
Dirigent: Richard Blareau
Aufnahme:
Gesamtaufnahme
in französischer Sprache

Produktion:
Decca - 1962
2 LP / 2 CD - stereo

Katalog-Nr.:
LP (Decca, 1962): SSL 40.245/46
LP (Decca, 197?): 115.184/85 A
CD (Accord): 461 673 2



Anmerkungen:

Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [41'00"] • 2. Akt [33'00"] • 3. Akt [21'30"]

In der Aufnahme fehlt das Couplet »Examinez ma figure« (la Duchesse della Volta).




Kommentare:


Eingeleitet mit den letzten leisen Gesprächen des Publikums und dem Stimmen der Instrumente bietet diese Einspielung mit all ihren Geräuschen von der ersten bis zur letzten Sekunde den Charme einer Aufführung, ohne daß der Hörer dabei auf die Klangqualität einer Studioaufnahme verzichten muß. Letztere ist jedoch unter Berücksichtigung des Entstehungsjahres zu sehen, die Schwankungen in Raumklang und Klarheit sind nach heutigen Maßstäben zum Teil erheblich. Stellenweise trübt dies ein wenig das ansonsten ausgezeichnete Hörvergnügen.

Richard Blareau dirigiert die Einspielung mit Elan und Präzision, nur ganz, ganz selten läuft das (unbekannte) Orchester doch etwas aus dem Ruder. Auf jeden Fall aber wäre es lohnenswert gewesen, unter seinem Dirigat weitere Offenbachiaden einzuspielen.

Die Hauptrollen sind durchgehend gut besetzt. Christiane Harbell besitzt eine junge, klare und bewegliche Stimme; ihre Stella müßte ganz im Sinne des Komponisten sein. Etienne Arnaud hat das typische Timbre eines französischen Baritons: man ist sich nie ganz sicher, ob es nicht doch ein Tenor ist, womit nichts gegen seine Interpretation gesagt sein soll. Louis Musy hatte sich 1948 bereits in der legendären Einspielung von »Les Contes d'Hoffmann« unter André Cluytens bewährt und glänzt hier durch einen stimmlich vorzüglichen, geradezu liebenswerten "Papa Monthabor". Und André Mallabrera bereichert durch seinen weichen Tenor den Kanon der Offenbach-Discographie um eine weitere einfühlsam gesungene Rolle.

Auch wenn Offenbach den Pfad der satirischen Militärposse hiermit endgültig verließ, so zeigt diese Einspielung gleichwohl, welches Vergnügen selbst den unbekannteren Werken Offenbachs zu entlocken ist.

[ Marcus Ebeling ]




This was Offenbachs first great success after years of bankruptcy and flops and no wonder. Everything is wonderful, it certainly is not the old Offenbach who wrote »La Belle Hélène« or »La Vie Parisienne«. This is a more modern Offenbach. The waltzes and songs in this opera are more elegant than before and theres even a piece that's very fortelling of Barber Shop music.

This recording is wonderful. You can hear the age of the recording during the bits of dialogue but when the music plays, it has been so perfectly remastered it sounds like it could have been recorded yesterday, well maybe not yesterday but the remastering is as good as the job always done by EMI with their older recordings.

There are 2 cd's by accord of this opera. The older single cd version which has no dialogue and cuts off in awkward points and then the more recent version that is two discs and includes the dialogue. This is the better one for the sound is better but the book it comes with is all in french.

Again look to amazon.uk to find the better one and antique shops to find the other one.

Overall a great operetta and a great comic piece for Offenbach to go out on.

[ Brett Farrell "Offenbachinate" • 24.07.06 ]




Diese Aufnahme gehört zu den (fast) vorbildlichen Einspielungen der Offenbach-Diskographie. Die Stimmen der Sänger sind alle sehr angenehm. Die Tonqualität ist hervorragend und die Tempi vorbildlich. Lediglich einige Striche (Finale des zweiten Aktes, dritter Akt) fallen negativ auf.

Alles in allem eine sehr gelungene Aufnahme!

[ leider anonym • 16.08.06 ]





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