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LP (Barclay) |
CD (Accord) |
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Aufnahme: Gesamtaufnahme in französischer Sprache Produktion: Barclay - 1978, Straßburg 2 LP / 2 CD - stereo Katalog-Nr.: LP (Barclay): 90201/02 CD (Accord): 461 954 2 |
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Anmerkungen:
Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [52'00"] • 2. Akt [40'45"] • 3. Akt [30'30"] Ebenfalls unter dem Dirigat von Alain Lombard entstand: |
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Kommentare: Bereicherte Alain Lombard die Offenbach-Discographie 1976 noch um eine hervorragende »Périchole«, so bleibt seine Einspielung der »Belle Hélène« dahinter deutlich zurück. Die Tempi sind fast sämtlich langsam bis schwer, was an einigen Stellen zwar eine angenehme Lyrik schafft, zum überwiegenden Teil aber dem Werk jeden Schwung nimmt. Das Orchester folgt Alain Lombard hörbar präzise, dies kann aber den mangelnden Esprit nicht wettmachen. Jane Rhodes fügt sich leider in die durch das Dirigat hervorgerufene Stimmung: ein wenig zu viel "fatalité" in der Stimme besticht ihre Hélène durch eine gewisse Schwerfälligkeit. Auch Orests Auftritte erlebte man schon mitreißender, Renée Auphan setzt keinen wirklichen Kontrast zu dieser Aufnahme. Angenehm fällt dagegen Rémy Corazza auf, dessen Paris um Jahre jünger zu sein scheint als die umworbene Königin von Sparta. Der Klang der Aufnahme ist voll und ausgewogen, wenngleich zeitweise die Schlaginstrumente und Blechbläser über Streicher und Holzbläser martialisch triumphieren. Leider fand sich auch für diese »Hélène« niemand, der den zwei Schallplatten ein komfortables Coffret gönnte, und so muß der Hörer mit einem Klappalbum vorlieb nehmen, welches dem Sujet entsprechend nur einen wahrhaft spartanischen Begleittext bietet. Fazit: hörenswert, aber nicht unentbehrlich.
[ Marcus Ebeling ]
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