La Belle Hélène

Dirigent: Alain Lombard



LP (Barclay)


CD (Accord)



Mitwirkende:

Hélène Jane Rhodes
Pâris Rémy Corazza
Calchas Michel Trempont
Oreste Renée Auphan
Parthoénis Ghislaine Poulet-Fernandez
Léoena Catherine Trigeau
Ajax I Paul Guigue
Ajax II Jacques Trigeau
Achille Gérard Friedmann
Ménélas Jacques Martin
Agamemnon Jules Bastin
Bacchis Christine Barbaux

Choeurs de l'Opéra du Rhin
Leitung: Gunter Wagner

Orchestre Philharmonique de Strasbourg
Dirigent: Alain Lombard
Aufnahme:
Gesamtaufnahme
in französischer Sprache

Produktion:
Barclay - 1978, Straßburg
2 LP / 2 CD - stereo

Katalog-Nr.:
LP (Barclay): 90201/02
CD (Accord): 461 954 2



Anmerkungen:

Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [52'00"] • 2. Akt [40'45"] • 3. Akt [30'30"]

Ebenfalls unter dem Dirigat von Alain Lombard entstand:


Kommentare:


Bereicherte Alain Lombard die Offenbach-Discographie 1976 noch um eine hervorragende »Périchole«, so bleibt seine Einspielung der »Belle Hélène« dahinter deutlich zurück. Die Tempi sind fast sämtlich langsam bis schwer, was an einigen Stellen zwar eine angenehme Lyrik schafft, zum überwiegenden Teil aber dem Werk jeden Schwung nimmt. Das Orchester folgt Alain Lombard hörbar präzise, dies kann aber den mangelnden Esprit nicht wettmachen.

Jane Rhodes fügt sich leider in die durch das Dirigat hervorgerufene Stimmung: ein wenig zu viel "fatalité" in der Stimme besticht ihre Hélène durch eine gewisse Schwerfälligkeit. Auch Orests Auftritte erlebte man schon mitreißender, Renée Auphan setzt keinen wirklichen Kontrast zu dieser Aufnahme. Angenehm fällt dagegen Rémy Corazza auf, dessen Paris um Jahre jünger zu sein scheint als die umworbene Königin von Sparta.

Der Klang der Aufnahme ist voll und ausgewogen, wenngleich zeitweise die Schlaginstrumente und Blechbläser über Streicher und Holzbläser martialisch triumphieren.

Leider fand sich auch für diese »Hélène« niemand, der den zwei Schallplatten ein komfortables Coffret gönnte, und so muß der Hörer mit einem Klappalbum vorlieb nehmen, welches dem Sujet entsprechend nur einen wahrhaft spartanischen Begleittext bietet. Fazit: hörenswert, aber nicht unentbehrlich.

[ Marcus Ebeling ]





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 • © Oktober 2003 •