La Belle Hélène

Dirigent: Jean-Pierre Marty



LP (Pathé)


CD (EMI)



Mitwirkende:

Hélène Danièle Millet
Pâris Charles Burles
Calchas Luis Masson
Oreste Bernadette Antoine
Ajax I Michel Hamel
Ajax II Paul Guigue
Achille Bernard Sinclair
Ménélas Jean-Christophe Benoit
Agamemnon Michel Dens
Bacchis Sylvia Paule
Erzählerin (keine Angabe)

Choeurs René Duclos
Leitung: Jean Laforge

Orchestre des Concerts Lamoureux
Dirigent: Jean-Pierre Marty
Aufnahme:
Gesamtaufnahme
in französischer Sprache

Produktion:
Pathé - 1970, Paris
2 LP / 2 CD - stereo

Katalog-Nr.:
LP (Pathé): 2 C 193 11194/5
CD (EMI): 7243 5 74085 2 3



Anmerkungen:

Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [48'45"] • 2. Akt [39'45"] • 3. Akt [33'45"]

Ebenfalls unter dem Dirigat von Jean-Pierry Marty entstand:


Kommentare:


Die hier vorliegende Einspielung stellt die wohl bis heute hervorragendste Aufnahme der »Belle Hélène« dar. Jean-Pierre Marty leitet das Orchestre des Concerts Lamoureux mit unglaublichem Elan, unaufdringlicher Präzision und passenden Tempi. Was für eine Kombination! Man wünscht sich, daß es nicht nur bei den beiden Einspielungen »La Belle Hélène« (Gesamtaufnahme) und »La Grande Duchesse de Gérolstein« (Auszüge) unter Marty geblieben wäre.

Die Sänger bilden ein ausgezeichnetes Ensemble, das Beste, was einer Produktion widerfahren kann. Durchweg Interpreten, die in ihrer Muttersprache singen, verleihen sie der gesamten Aufnahme eine mitreißende Dynamik. Daniele Millet (Hélène) füllt ihre Rolle ohne Probleme aus und Charles Burles (Paris), tja, was soll man zu Charles Burles als Offenbach-Interpret noch sagen ... unersetzlich. Sein Paris ist elegant und in allen Lagen versiert, seine Arie »Au mont Ida« setzt Maßstäbe. Ausgezeichnete Unterstützung erhalten die Protagonisten durch Luis Masson (Calchas) und Bernadette Antoine (Oreste), die stimmlich Idealbesetzungen beider Rollen darstellen.

Auch klanglich ist diese Einspielung ein wahrer Glücksgriff: die Aufnahme besticht durch eine schöne, räumliche Akustik, das Orchester klingt voluminös, ohne zu erdrücken, die Stimmen liegen klar und deutlich über dem Instrumententeppich.

Umso bedauerlicher, daß Pathé France es nicht für nötig hielt, dieser Perle eine passende Verpackung zu gönnen: die Aufnahme erschien von Beginn an nicht in einem Coffret, sondern in einem Klappcover. Nichtsdestotrotz: beim Auffinden dieser Aufnahme sofort zugreifen! Man wird keine bessere finden ...

[ Marcus Ebeling ]





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 • © Oktober 2003 •