La Périchole

Version von 1874

Dirigent: Jean-Luc Tingaud



CD (Mandala)




Mitwirkende:

la Périchole Elodie Méchain
Piquillo Antonio Pereira
Don Andrès de Ribeira Paul Médioni
Don Pedro de Hinoyosa Frédéric Mazzotta
le Comte de Panatellas Sébastien Lemoine
Guadalena Mylène Mornet
Berginella Cécile Besnard
Mastrilla Anne Royer
1. Notar Olivier Podesta
2. Notar Jean-Pierre Descheix
Manuelita Mylène Mornet
Brambilla Anne Royer
Frasquinella Cécile Besnard
le Marquis de Tarapote Olivier Podesta
der alte Gefangene Jean-Pierre Descheix
Erzähler Pierre Jourdan
Ensemble Vocal Intermezzo
Leitung: Claire Marchand

Orchestre Ostinato
Dirigent: Jean-Luc Tingaud

Aufnahme:
Gesamtaufnahme
in französischer Sprache

Produktion:
Mandala - 2000
2 CD - stereo, live

Katalog-Nr.:
CD (Mandala): MAN 5031.32



Anmerkungen:

Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [44'30"] • 2. Akt [28'45"] • 3. Akt [51'45"]

Die lange Spielzeit des 3. Aktes ergibt sich aus mehreren Einlagen (orchestrale Intermezzi, zusätzliche Strophen, wiederholte Nummern) sowie dem "Juwelen-Duett" (Don Andrès / la Périchole).




Kommentare:


Sofern der Hörer bereit ist, die (üblichen) Einschränkungen einer Live-Einspielung in Kauf zu nehmen, erwartet ihn mit dieser Produktion eine hörenswerte Interpretation der »Périchole«. Begleitet von einigen mitschnitt-typischen Mißtönen dirigiert Jean-Luc Tingaud Orchester und Bühnenensemble zügig, gleichwohl aber auch mit einem humorvollen Blick für's Detail durch Offenbachs dafür dankbares Werk. Die Dialoge werden auf ein Minimum reduziert, teilweise durch einen Erzähler ersetzt, was das Tempo der Produktion unterstützt.

Elodie Mechain besitzt ein angenehmes, dunkles Timbre. Sie schafft die Gratwanderung zwischen einer schönen Stimme und dem Charakter der Straßensängerin. Ihr zur Seite steht ein passender Piquillo, welcher von Antonio Pereira mit einer beweglichen, aber fundierten Stimme versehen wird, die Piquillo einen wirklichen Charakter zu geben vermag: sie sind ein nettes Paar, die Beiden. Paul Médioni hingegen erreicht die Meßlatte, die seine Vorgänger Louis Noguera, Jules Bastin und Gabriel Bacquier gesetzt haben, nicht, seiner Stimme fehlt die Fülle und damit der Klang, die Don Andrès zum Vizekönig machen.

Der zweite und der dritte Akt warten mit eingelegten Orchesterpassagen, Strophenwiederholungen und dem von Offenbach später hineinkomponierten "Juwelen-Duett" zwischen Don Andrès und Périchole auf, welche die anfängliche Dichte der Produktion deutlich aufweichen. Man hätte besser auf diese Einlagen verzichten sollen.

Der Klang der Aufnahme ist für einen Live-Mitschnitt recht gut. Sänger und Orchester stehen sich sehr ausgewogen gegenüber und auch innerhalb des Orchesters erhalten die einzelnen Instrumente den Raum, der ihnen zusteht.

Das Textheft ist sehr fürsorglich gestaltet: es liefert sogar mehrsprachige Übersetzungen der Erzählertexte.

[ Marcus Ebeling ]





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 • © Dezember 2003 •