Offenbach in der Unterwelt

Antares-Ensemble



CD (hr-musik.de)




Mitwirkende:

Antares-Ensemble
Sebastian Wittiber, Flöte
Michael Sieg & Michael Höfele, Oboe
Jochen Tschabrun & Sven van der Kuip, Klarinette
Christian Lampert & Thomas Sonnen, Horn
Carsten Wilkening & Matthias Roscher, Fagott
Johannes Stähle, Kontrabaß

Aufnahme:
Gesamtaufnahme

Produktion:
hr-musik.de - 2004
1 CD - stereo, live

Katalog-Nr.:
CD (hr-musik.de): hrmk 032-06



Anmerkungen:

Spielzeit: [37'45"]

Neben der Suite »Offenbach in der Unterwelt« bietet die CD eine weitere Suite für Bläsernonett nach Johann Strauß' Operette »Die Fledermaus« [27'00"]. Kontrabassist bei dieser Suite ist Simon Backhaus.




Kommentare:


Selbst diejenigen Offenbach-Liebhaber, welche den Beabeitungen seiner Werke - oft nicht zu Unrecht - skeptisch gegenüberstehen, werden kaum anders können, als diese Suite zu lieben. Andreas Tarkmann gelingt eine beeindruckend einfühlsame Umsetzung der Gesangsnummern in rein orchestrale Sätze.

Die beteiligten Instrumente (Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott - ergänzt durch einen begleitenden Kontrabaß) werden so raffiniert eingesetzt, daß sie die sonst gesungenen Melodien verblüffend ersetzen. Der vom Komponisten im Beiheft der CD geäußerte Anspruch, eine Bearbeitung dürfe nicht wie eine solche wirken, wird mehr als erfüllt.

Das Antares-Ensemble, für welches Andreas Tarkmann diese Suite komponierte, ist mit Spaß ebenso wie mit Präzision am Werke. Die dialoghaften Momente der originalen Nummern Offenbachs, beispielsweise der Ländler aus »Lischen und Fritzchen« (»Je suis alsacienne«) werden als solche erkennbar interpretiert. Ebenso überzeugend, eben nur naturgemäß fulminanter, gerät die aus dem 1. Finale der »Perichole« übernommene Passage, in der Perichole und Piquillo verheiratet werden - keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, daß immerhin mehrere Solisten, ein Chor und ein vollständiges Orchester auf gerade einmal zehn Instrumente reduziert werden.

Die Aufnahme wurde vom Hessischen Rundfunk in vorbildlicher Klangqualität eingefangen.

Fazit: die Aufnahme ist ein Geschenk für jeden Offenbachianer - besorgen, besorgen, besorgen!

[ Marcus Ebeling ]




Der Hörer ist angenehm überrascht, auf welch anders prickelnde Art und Weise man die herrlichen Melodien Jacques Offenbachs übermittelt bekommen kann. Andreas N. Tarkmann, Komponist und Arrangeur hat vertraute und weniger vertraute Stücke Offenbachs zu einer gar köstlichen Suite zusammengefügt, die nun von einem Bläsernonett heiter und originell vorgetragen wird.

Man mag es kaum glauben, aber das Antares-Ensemble besteht tatsächlich nur aus neun forschen Bläsern. So haben sich Oboe, Klarinette, Fagott und Horn jeweils als ein Paar mit einer einsamen Flöte zusammengefunden. Unterstützt werden die quicklebendigen Blasinstrumente von einem dezent im Hintergrund bleibenden, oft zupfenden Baß.

Die Musiker verstehen es ausgezeichnet, ihren Instrumenten all die spritzigen, charmanten aber auch melancholischen Töne zu entlocken, die für die Offenbach' schen Melodien so bezeichnend sind. Sie harmonieren so wunderbar, daß man es überhaupt nicht vermisst, ja zuweilen sogar ganz und gar vergisst, kein komplettes Orchester zu hören.

Mit diesem Arrangement bekommt man eine Offenbachiade präsentiert, die echt gute Laune macht. Da kann man sich nur wünschen: Meine Herren, bitte mehr davon!

[ Angela Herrmann • 10.04.07 ]




Diese gelungenen Transkriptionen bekannter und weniger bekannter Offenbach-Melodien für Bläserensemble wurden hervorragend eingespielt, in vorbildlicher Tonqualität. Eine CD, die man uneingeschränkt empfehlen kann.

[ Michael Laricchia • 13.04.07 ]





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 • © April 2007 •