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DVD (Arthaus) |
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Anmerkungen:
Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [29'45"] • 2. Akt [36'00"] • 3. Akt [39'45"] • 4. Akt [21'45"] • 5. Akt [29'15"] Die Produktion folgt der quellenkritschen Version von Jean-Christophe Keck. |
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Kommentare: Eine weitgehend gelungene Inszenierung des »Pariser Lebens« erwartet den Zuschauer mit dieser Produktion: aufwendige Kostüme aus der Zeit des "second empire", ein - wenn auch nur angedeutetes - ebenso stilechtes Bühnenbild, hervorragend singende Schauspieler, ein ausgezeichnetes Dirigat und schließlich eine quellentreue Fassung des Werkes von Jean-Christophe Keck - Offenbachianer, was willst du mehr? 'Eine eindeutige Inszenierung!' könnte dieser entgegnen, und in der Tat kostet die Regie einen nicht unerheblichen Punktabzug. Geben Kostüme und Bühnenbild der Aufführung auch einen durchweg klassischen Rahmen, so bricht die Inszenierung immer wieder mit der Stimmung des Werkes. Die Personen bewegen sich nicht selten diametral zu dem gesungenen oder gesprochenen Text durch die Szenerie. Dann wirkt es, als seien die Pariser ausgebrannt von ihrem Leben, als übernähmen die Dienstboten ihre Rollen in dem von Raoul de Gardefeu angezettelten Verwirrspiel mit tiefster Abscheu. Unterstützt wird diese oft geradezu morbide Stimmung durch lange Pausen in den Dialogen, in denen sich eine drückende Stille Raum schafft. Was Alain Françon dem Zuschauer auch immer damit auf den Weg geben wollte: zu Text, Sujet und Musik passen diese Stilleben jedenfalls nicht. Doch es überwiegen durchaus die positiven Eindrücke: auch wenn Jean-Yves Ossonce mit seinem Dirigat nicht Höhepunkt an Höhepunkt reiht, präsentiert es sich doch rasant, ausdrucksstark und differenziert. Das Orchester klingt harmonisch und spielt präzise, was bei französischen Aufnahmen keine Selbstverständlichkeit ist Die Schauspieler geben, was sie können, und es kommt dabei zu mancher Interpretation, welche gestandene Opernsänger, die sich an diesem Werk versuchten, blaß aussehen läßt. Mit Jacques Verzier (Bobinet) und Jean-François Sivadier (Raoul de Gardefeu) besetzte man die Protagonisten hervorragend. Beide bieten sowohl eine überzeugende Darstellung der Lebemänner als auch wirklich gute Stimmen. Natürlich lassen sich letztere nicht mit den Stimmen ausgebildeter Sänger vergleichen, aber gerade das paßt hervorragend zu diesem Werk, welches Offenbach selbst ja zunächst für Schauspieler komponierte. Isabelle Mazin steuert eine sowohl optisch als auch stimmlich tadellose Gabrielle bei, die ebenso drollig wie verführerisch sein kann. Hélène Delavaults Métella hat Format und auch hier sind Stimme und Spiel vorbildlich. Wie schade, daß die Inszenierung sie während des Mitternachts-Rondos so depressiv erscheinen läßt ... Grundsätzlich ist aber allen Mitgliedern des Ensembles zu bescheinigen, daß sie eine treffende Arbeit abliefern, sei es nun der exaltierte Brasilianer, der verklemmte Baron oder der charmante Frick. Der letzte Akt läßt den Zuschauer in einer leichten Katerstimmung zurück, denn man hat das Gefühl, daß alle nach der Abreise der Schweden in ein vollkommen freud- und aussichtsloses Dasein zurückkehren. Haben Offenbach, Meilhac & Halévy dies in ihrer opéra bouffe wirklich angelegt? Auch wenn die Antwort wohl "nein" lauten muß, so ist diese Aufführung trotzdem ein interessanter Baustein in der Discographie.
[ Marcus Ebeling ]
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Eine moderne Inszenierung in »klassischen« Kostümen, so könnte man die hier festgehaltene Aufführung umreißen. Da es sich hier um Offenbachs Fassung für Schauspieler handelt, muß man musikalisch ein paar Abstriche machen. Allerdings tatsächlich nur »ein paar«, weil die Schauspieler dieser Aufführung sämtlich hervorragend singen können. Dem eben auch darstellerisch hervorragenden Ensemble gelingt hier eine heutige Interpretation, ganz aus dem Geiste Offenbachs. Die Doppel-DVD verfügt lediglich über (gutes) PCM Stereo. Untertitel sind in Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch verfügbar.
[ Michael Laricchia • 12.02.07 ]
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Mit dieser DVD konnte ich nicht so viel anfangen. Andere Offenbach DVDs (»La Belle Hélène«, »Des Contes Hoffmann«, »La Grande Duchesse de Gérolstein«) haben mir besser gefallen. Die Kostüme sehen ein wenig so aus wie aus einem alten Kostümfilm, da waren die Kostüme der anderen Aufführungen besser. Viele Stellen sind aber gut gespielt und auch witzig.
[ fool4you • 19.02.07 ]
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Eine feine Inszenierung, die Offenbach voll und ganz gerecht wird, modern und doch im Geiste des Werkes. Sehr empfehlenswert.
[ leider anonym • 28.05.07 ]
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