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Le 66 |
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»Le 66« erlebte seine Uraufführung 1856 in Paris am Théâtre des Bouffes-Parisiens. Grittly und Frantz wandern von Tirol nach Straßburg, wo sie Grittlys Schwester beistehen wollen, deren Mann von einer Seereise nicht heimgekehrt ist. Frantz besitzt ein Lotterie-Los mit der Nummer 66. Von einem fahrenden Händler erfährt er, daß die Nummer 66 die Summe von 100.000 Gulden gewonnen hat. Frantz' Freude schlägt in Entsetzen um, als der Händler ihn darauf aufmerksam macht, das sein Los nicht die Nummer 66 sondern die Nummer 99 trägt. Doch dann entpuppt sich der Händler als Grittlys verschollen geglaubter Schwager, der Grittly und Frantz sogar eine Aussteuer verspricht. Karl Treumann fertigte für die Erstaufführung in Wien 1859 eine Fassung an, die mit neuer Instrumentation, gestrichenen sowie zusätzlichen Nummern (zum Beispiel einer Romanze aus »Ba-ta-clan«) und der Verlegung der Handlung in die Savoyer Alpen unter dem Titel »Die Savoyarden« ein fast neues Werk darstellt.
[ Michael Laricchia ]
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