Les Deux Aveugles

& Le Violoneux

Dirigent: Louis-Vincent Bruère



LP (Bourg)


CD (Bourg)



Mitwirkende:

Patachon Regis Ducrocq
Giraffier Gilles Butin

Orchestre
Dirigent: Louis-Vincent Bruère

Musikalische Bearbeitung:
Louis-Vincent Bruère
Aufnahme:
Gesamtaufnahme ohne Dialoge
in französischer Sprache

Produktion:
Bourg - 1981
1 LP / 1 CD - stereo

Katalog-Nr.:
LP (Bourg): BG 2003
CD (Bourg): BGC 9



Anmerkungen:

Spielzeit: [11'45"]

Auf einem separaten Faltblatt, das dem Klappcover der LP beiliegt, findet sich der gesamte Text des Einakters.

Ebenfalls unter dem Dirigat von Louis-Vincent Bruère entstanden:

Die erwähnte Einspielung des »Violoneux« findet sich ebenfalls auf der LP und auch auf der CD, »Croquefer« hingegen nur auf der CD.




Kommentare:


"In der Kürze liegt die Würze" muß sich auch Offenbach gedacht haben, und so weist dieser frühe Einakter gerade einmal fünf Nummern einschließlich der Ouvertüre auf. Louis-Vincent Bruère reduzierte - ebenso wie in den Aufnahmen des »Violoneux« und »Croquefers« - das Orchester auf eine handvoll Instrumente. Überflüssig, zu betonen, daß es für ein solches Vorgehen überhaupt keinen Grund gibt, aber man muß gestehen, daß die adaptierte Version sich gut dem Werk anpaßt: schlank und pfiffig kommen die beiden Blinden unter Bruères Leitung daher.

Der Dirigent kostet die rührenden Melodien unsentimental aus, so beispielsweise Giraffiers trauriges Bettellied, welches dann von dem ebenso fröhlichen Chanson Patachons unterbrochen wird. Das kleine Orchester bewährt sich mit unaufdringlicher Präzision und offensichtlicher Freude an dem absurden Bühnenspaß.

Regis Ducrocq verliert ein wenig an Sicherheit in den höheren Lagen, hat seinen Patachon aber insgesamt im Griff. Gilles Butins Giraffier ist den zügigen Tempi der Partitur etwas besser gewachsen als sein Konkurrent und hinterläßt mit seiner beweglichen und klaren Stimme einen recht guten Eindruck.

Entscheidender ist jedoch, daß die mit knapp zwölf Minuten recht kurze Aufnahme durchgehend Spaß macht. Hätte man die verbindenden Dialoge nicht ausgelassen, so wäre das Hörvergnügen noch größer gewesen. Daher: vier Punkte für zwei Blinde.

[ Marcus Ebeling ]





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 • © Mai 2006 •