Ba-Ta-Clan

Dirigent: Henri Gayral



LP (Milan)



Mitwirkende:

Fé-an-nich-ton Anne-Marie Sanial
Ké-ki-ka-ko Christian Baudean
Fé-ni-han Jean Kriff
Ko-ko-ri-ko Marc Grimonprez
Erzähler Guy Bernard

Artistes Lyriques Français Associés
Leitung: (keine Angabe)

Denise Aignerelle, Klavier

Dirigent: Henri Gayral

Musikalische Bearbeitung: (keine Angabe)
Aufnahme:
Gesamtaufnahme
in französischer Sprache

Produktion:
Milan - 1980
1 LP - stereo

Katalog-Nr.:
LP (Milan): SLP 89



Anmerkungen:

Spielzeit: [41'15"]

Das Rondo Fé-an-nich-tons (»Êtes-vous pauvre et plein d'ardeur?«) entfiel.

Ebenfalls unter dem Dirigat von Henri Gayral entstand:


Kommentare:


Es ist immer wieder festzustellen, daß eine Reduktion der Orchestrierung auf ein einziges Klavier bei Offenbachs kleineren Werken der Wirkung der Stücke gar nicht einmal so abträglich sein muß. Dies gilt auch für die vorliegende Aufnahme des »Ba-Ta-Clan«: das kammerspielhafte dieser musikalischen Posse wird passend hervorgehoben.

Vergleicht man diese Aufnahme mit der Einspielung unter Marcel Couraud, so fällt in erster Linie auf, daß die Stimmung des Werkes hier deutlich lyrischer ist: die Tempi sind langsamer, die Betonung liegt eindeutig mehr auf dem schönen Zusammenklang der Stimmen und dem begleitenden Klavier. Henri Gayrals Rechnung geht in weiten Teilen auf, wenngleich manchmal der den Noten innewohnende Esprit etwas ins Hintertreffen gerät.

Anne-Marie Sanial weist eindeutig die wohlklingendste und versierteste Stimme der beteiligten Sänger auf. Ihre Fé-an-nich-ton besticht sowohl dadurch als auch durch das fast hörbare Augenzwinkern, mit dem sie ihre Rolle gestaltet. Der Ké-ki-ka-ko Christian Baudeans fällt dagegen schon leicht ab, wobei das Duett der beiden (»Te souviens-tu de la Maison Dorée«) ein wirklicher Ohrenschmaus ist - die Stimmen harmonieren hervorragend miteinander. Platz drei in Sachen Interpretation teilen sich Marc Grimonprez (Ko-ko-ri-ko) und Jean Kriff (Fé-ni-han), die leider in der Paradenummer ihrer Rollen, dem italienischen Terzett, doch stimmliche Grenzen erkennen lassen.

Fazit: eine hörenswerte Aufnahme mit kleinen - wirklich kleinen - Fehlern.

[ Marcus Ebeling ]





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 • © Juli 2005 •