|
|
|
|
Aufnahme: Gesamtaufnahme in französischer Sprache Produktion: Urania - 1958 2 LP / 2 CD - stereo Katalog-Nr.: LP (Urania): US 5115-2 CD (Preiser Records): 90591 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Anmerkungen: Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [41'15"] • 2. Akt [29'30"] • 3. Akt [30'00"] Obwohl nahezu alle Nummern des Werkes enthalten sind, wurde innerhalb der einzelnen Stücke erheblich gekürzt. Bei mehrstrophigen Couplets, Chören oder Orchesterpassagen entfiel in der Regel die 2. Wiederholung. Ebenfalls unter dem Dirigat von René Leibowitz entstanden:Kommentar: Nachdem René Leibowitz bereits mit "Orphée aux Enfers" und "La Belle Hélène" zwei mustergültige Einspielungen vorgelegt hat, bewährt er sich auch bei der dritten Produktion. Die Liebe zum Detail, der Witz und die Zärtlichkeit, die er der Partitur angedeihen läßt, sollte nur noch einmal - und zwar in der Aufnahme unter Jean-Claude Hartemann - übertroffen werden. Die Tempi sind erstaunlich langsam für eine französische Produktion, aber das militärische Sujet dieser opéra bouffe kann diese gut vertragen. Eugenia Zareska sticht im doppelten Sinne heraus: sie ist nicht nur eine "Grande Duchesse", sie ist auch eine "Grande Dame" - vielleicht sogar ein wenig zu viel. Denn abgesehen von John Riley, dessen Général Boum untadelig ist, versammelt diese Einspielung ein weitgehend französisches Ensemble, welches - wie so oft - ohne wirklich große, herausragende Stimmen eine liebenswerte Gesamtaufnahme bietet. Insoweit ist Eugenia Zareskas Interpretation in jeder Beziehung hörenswert, aber verläßt ein wenig den geschlossen Kreis der restlichen Protagonisten. André Dran bereichert die Produktion um eine warme und bewegliche Stimme, der manchmal ein wenig die Keckheit fehlt. Und auch die Rolle des Prinzen Paul bietet an sich viele komische Momente, die von Jean Mollien nicht endgültig genutzt werden. Die Einspielung entstand 1958, in den allerersten Jahren der Stereophonie. Stereophon ist sie auch - allerdings sind erhebliche Probleme in der Aufnahme- und Preßtechnik festzustellen: nicht selten leiert das Masterband zu Beginn oder am Ende einer Nummer und die hohen Lagen der Stimmen bzw. die Chöre erreichen das Ohr des Hörers nur in verzerrter Form (was bei der CD-Edition weitgehend korrigiert werden konnte). Wer das zu verzeihen bereit ist, findet in dieser Aufnahme eine bis heute selten erreichte Geschlossenheit der Interpretation. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||