|
CD (CPO) |
|
Produktion: CPO - 1994 1 CD - stereo Katalog-Nr.: CD (CPO): 777 069 2 |
|
Anmerkungen:
Spielzeit: [69'30"] Folgende Nummern finden sich in der Auswahl dieser Aufnahme:
Eingespielt wurde das »Concerto Militaire« in der Orchestrierung Jean-Max Cléments. Die Werke »Deux Âmes au Ciel«, »Introduction et Valse Mélancolique«, »Rêverie au Bord de la Mer« sowie »La Course en Traîneau« wurden hier mit einer Orchesterbegleitung in der Fassung von Heinz Geese anstatt der vorgesehenen Klavierbegleitung eingespielt. Bei dem "Concerto Rondo" handelt es sich nicht um ein selbständiges Werk. Es ist dies der originale 3. Satz des »Concerto Militaire«, was zum Zeitpunkt dieser Aufnahme jedoch noch nicht bekannt war. Ebenfalls unter dem Dirigat von David de Villiers entstand: Ebenfalls unter dem Dirigat von Helmuth Froschauer entstanden: |
|
Kommentare: Frisch, zärtlich, melancholisch - die Interpretationen dieser Zusammenstellung von Cellowerken aus Offenbachs Feder decken alle Stimmungen einfühlsam ab. Das WDR Rundfunkorchester Köln stellt sich drei Dirigenten und alle drei hinterlassen mustergültige Einspielungen. Helmuth Froschauer hat dabei die dankbarste Aufgabe, denn ihm oblag das Dirigat der Cellokonzertes, welches seinerzeit noch für zwei getrennte Konzerte gehalten wurde. Auf Grund ihrer Länge bieten die einzelnen Sätze im Gegensatz zu den Cello-Miniaturen häufiger die Gelegenheit, besonders schöne musikalische Momente herauszuarbeiten. Doch auch David de Villiers bewährt sich bei den »Deux Âmes« und dem »Course en Traîneau«. Wenngleich das Tempo der »Deux Âmes« sehr getragen ist: letzenendes handelt es sich eben auch um eine Elegie (eine aus der römischen Antike stammende Bezeichnung für Liebes-, Klage- oder Trauermotiv). Gérard Oskamp fügt sich ebenso beanstandungsfrei mit seinem akzentuierten Dirigat der »Introduction« und der »Rêverie« in den Kanon der drei Dirigenten. Ein ebensolches Lob gebührt aber auch dem WDR Orchester Köln, welches einen homogenen, präzise musizierenden Klangkörper bildet. Es spielt den Solisten nicht an die Wand und wartet trotzdem mit genügend Präsenz auf, um angenehm aufzufallen (was auch der ausgezeichneten Tontechnik zu verdanken ist). Absolut beeindruckend ist das Spiel von Guido Schiefen. Er tut das Klügste, was er machen kann: er nimmt Offenbach ernst. Dies kommt allen Werken zugute, den fröhlichen und den melancholischen. Als Solist der hier eingespielten Kompositionen macht er die Zusammenstellung zu einem unverzichtbaren Dokument Offenbach' schen Schaffens. Für die - neben den "Konzerten" präsentierten - Werke für Cello komponierte Heinz Geese aus den Klavierbegleitungen Orchsterfassungen. Und wenn auch solche Eingriffe stets mit Vorsicht zu genießen sind, so liegen hier vier der seltenen Glücksfälle vor, in denen die neue Rezeptur aufging: handelt es sich auch nicht um das Original - die Kopie kann sich hören lassen und dies sogar sehr gut. Deswegen schließt dieser Kommentar mit einer uneingeschränkten Hörempfehlung - sieht man einmal von der mittlerweile überholten Aufteilung des »Concerto Militaire« ab.
[ Marcus Ebeling ]
|
|
city-trends.de 11/04: »Zweifellos ist Guido Schiefen der ideale Interpret für diese zwischen anspruchsvoller Konzertliteratur, kultivierter Salonmusik und Can-Can-Antizipation augesiedelten Werke, die hier so einschmeichelnd dargeboten werden, dass sie nach Ablauf besagter 70 Minuten gleich wieder gehört werden möchten. Besondere Erwähnung verdient der ausgezeichnete, weil gleichzeitig amüsante und informative Beitrag von Eckhardt van den Hoogen, der auch das Lesen des Booklets zu einem ungetrübten Vergnügen werden lässt.«
[ aufgespürt von Opermaniac • 28.05.07 ]
|
|