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Aufnahme: Auszüge in polnischer Sprache Produktion: Muza - 1969 1 LP - stereo Katalog-Nr.: SXL 0582 |
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Anmerkungen: Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [17'30"] • 2. Akt [01'30"] Folgende Nummern finden sich - natürlich in polnischer Sprache - in der Auswahl dieser Aufnahme:
* Als Ouvertüre wurde für die vorliegende Aufnahme die Konzertfassung von Carl Binder
eingespielt. Die genannte Produktion befindet sich auf der 1. Seite der LP. Kommentar: Der osteuropäische Orpheus kommt in einer frisierten Orchesterfassung daher, obwohl - das muss man vorbehaltlos anerkennen - die Interpretation der Offenbachschen' schen Musik durchaus beachtlich ist. Wenngleich auch Becken, Harfe und Xylophon manchmal ein wenig zu drastisch die musikalische Wirkung zu unterstützen versuchen, so bleibt das Dirigat Stefan Rachons stets souverän. Das Orchester folgt mit Elan und Präzision und hinterläßt so selbst bei diesem nur knapp 20 Minuten dauernden Hörgenuß einen bleibenden Eindruck. Einen wirklich fundierten Kommentar zu den Stimmen dieser Produktion abzugeben stellt keine leichte Aufgabe dar. Die beiden Sopranistinnen sind in jeweils zwei Nummern zu hören, während Ryszard Tarasewicz nur noch im Duett des ersten Aktes vertreten ist. Festzuhalten bleibt allerdings, daß Barbara Nieman es schafft, in den ihr verbleibenden Passagen eine wirklich reizvolle Eurydyka zu präsentieren - mit einem klaren, aber niemals harten Sopran meistert sie die Partie hervorragend. Dagegen klingt Ryszard Tarasewicz im Duett etwas zu unbeteiligt für einen Mann, der seine Frau nach jahrelangem Ehekrieg mit Geige und Giftschlange in den Orcus befördern will, wenngleich er stimmlich dem Part gewachsen ist. Agnieska Kossakowskas Stimme ist prädestiniert für das Fach der opéra bouffe, und so ist die Diana dieser Einspielung im Timbre ein wenig härter und ein wenig frecher als die Eurydyka. Was das Cover angeht, so läßt sich nicht ausschließen, daß es hin und wieder auch für eine Einspielung von "Schwanensee" oder "Romeo und Julia" Verwendung fand, angesichts der Qualität der Aufnahme sollte der Hörer dies jedoch schweigend in Kauf nehmen. Und ein mehr als willkommenes Souvenir aus Polen ist es allemal ... |
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