Orfeusz w piekle

Version von 1858

& "Piekna Helena"


Dirigent: Stefan Rachon




Mitwirkende:

Orfeusz Ryszard Tarasewicz
Eurydyka Barbara Nieman
Diana Agnieska Kossakowska

Chór Polskiego Radia
Leitung: (keine Angabe)

Orkiestra Polskiego Radia
Dirigent: Stefan Rachon

Musikalische Bearbeitung:
(keine Angabe)
Aufnahme:
Auszüge
in polnischer Sprache

Produktion:
Muza - 1969
1 LP - stereo

Katalog-Nr.:
SXL 0582



Anmerkungen:

Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [17'30"] • 2. Akt [01'30"]

Folgende Nummern finden sich - natürlich in polnischer Sprache - in der Auswahl dieser Aufnahme:

  • Ouvertüre *
  • "La mort m'apparaît souriante" (Eurydyka)
  • "Pour séduire Alcmène la fière" (Diana) **
  • "Ah, c'est ainsi!" (Orfeusz)
  • Finale 2. Akt - Auszug: "Ah! Ah! Bacchus!" (hier allerdings von Diana gesungen)

* Als Ouvertüre wurde für die vorliegende Aufnahme die Konzertfassung von Carl Binder eingespielt.

** Das Spottlied auf Jupiters irdische Eskapaden wird in den verschiedenen Einspielungen immer wieder von einem anderen Gott / einer anderen Göttin begonnen. In der vorliegenden Aufnahme singt Diana alle Strophen.

Ebenfalls unter dem Dirigat von Stefan Rachon entstand:

Die genannte Produktion befindet sich auf der 1. Seite der LP.



Kommentar:


Der osteuropäische Orpheus kommt in einer frisierten Orchesterfassung daher, obwohl - das muss man vorbehaltlos anerkennen - die Interpretation der Offenbachschen' schen Musik durchaus beachtlich ist. Wenngleich auch Becken, Harfe und Xylophon manchmal ein wenig zu drastisch die musikalische Wirkung zu unterstützen versuchen, so bleibt das Dirigat Stefan Rachons stets souverän. Das Orchester folgt mit Elan und Präzision und hinterläßt so selbst bei diesem nur knapp 20 Minuten dauernden Hörgenuß einen bleibenden Eindruck.

Einen wirklich fundierten Kommentar zu den Stimmen dieser Produktion abzugeben stellt keine leichte Aufgabe dar. Die beiden Sopranistinnen sind in jeweils zwei Nummern zu hören, während Ryszard Tarasewicz nur noch im Duett des ersten Aktes vertreten ist. Festzuhalten bleibt allerdings, daß Barbara Nieman es schafft, in den ihr verbleibenden Passagen eine wirklich reizvolle Eurydyka zu präsentieren - mit einem klaren, aber niemals harten Sopran meistert sie die Partie hervorragend. Dagegen klingt Ryszard Tarasewicz im Duett etwas zu unbeteiligt für einen Mann, der seine Frau nach jahrelangem Ehekrieg mit Geige und Giftschlange in den Orcus befördern will, wenngleich er stimmlich dem Part gewachsen ist. Agnieska Kossakowskas Stimme ist prädestiniert für das Fach der opéra bouffe, und so ist die Diana dieser Einspielung im Timbre ein wenig härter und ein wenig frecher als die Eurydyka.

Was das Cover angeht, so läßt sich nicht ausschließen, daß es hin und wieder auch für eine Einspielung von "Schwanensee" oder "Romeo und Julia" Verwendung fand, angesichts der Qualität der Aufnahme sollte der Hörer dies jedoch schweigend in Kauf nehmen. Und ein mehr als willkommenes Souvenir aus Polen ist es allemal ...



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