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LP (Telefunken) |
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Anmerkungen:
Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [05'15"] • 2. Akt [15'00"] • 3. Akt [09'45"] • 4. Akt [02'15"] • 5. Akt [04'15"] • Zusätzliche Einlagen [01'30"] Folgende Nummern finden sich - natürlich in deutscher Sprache - in der Auswahl dieser Aufnahme:
* Bei diesem Orchester-Zwischenspiel handelt es sich um eine nicht in der Partitur enthaltene Einlage. In ihr wird das Auftrittscouplet des Brasilianers erneut aufgegriffen. ** Auch diese instrumentale Einlage ist keine Nummer der Partitur. Bei dem verarbeiteten Thema handelt es sich um das des Chores zu Beginn des Finale des 1. Aktes (»À Paris, nous arrivons en masse«). Ebenfalls unter dem Dirigat von Peter Falk entstand: |
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Kommentare: Obwohl dies - unabhängig von der gesungenen Sprache - eine durch und durch typisch deutsche Einspielung ist, muss man den Künstlern Respekt zollen: für eine rechtsrheinische Aufnahme entwickelt die Produktion einen erstaunlichen Esprit. Das mag zum einen an den teilweise neu geschriebenen Texten liegen (die Neufassung besorgte Herbert Küster), aber auch Peter Falk dirigiert das Orchester mit Gefühl und Präzision. Manchmal drohen die Nummern ein wenig in die Schwelgerei abzugleiten, aber bei erkannter Gefahr bemühen sich alle Künstler erfolgreich, wieder zu Offenbach zurückzukehren. Telefunken versuchte gar nicht erst, jede Rolle mit einem anderen Interpreten zu besetzen, auch auf einen Chor verzichtete man. Aber die verbliebenen vier Solisten schlagen sich wacker, ja, mehr als das: Ulf Fürst tritt gleich in drei Rollen auf. Und wenn seine Stimme auch ein wenig zu viel Schmelz besitzt, so sind sowohl Bobinet als auch das Auftrittslied des Brasilianers durchaus hörenswert. Dorothea Chryst kokettiert sich von allen Solisten am erfolgreichsten durch die Aufnahme: keck und mit beweglicher, warmer Stimme ist sie ihren französischen Kolleginnen durchaus ebenbürtig. Walter Könininger wirkt ein bißchen schwerfällig, aber liefert einen vertretbaren Baron ab. Gisela Ehrensperger - auch in drei Rollen präsent - legt ihre Nummern eher wie kleine Arien an, hier wäre weniger vielleicht doch mehr gewesen. Allerdings präsentiert auch sie passable Interpretationen Paulines, Metellas und der Baronin von Gondremarck. Hinsichtlich der Cover-Gestaltung hätte sich Telefunken ruhig ein wenig mehr Mühe geben können. Bei genauem Hinsehen ergeben sich zwar Bezüge zum »Pariser Leben«, aber der Stil trifft dann Offenbachs Werk nicht ganz. Gleichwohl: nicht beim Kauf abschrecken lassen.
[ Marcus Ebeling ]
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