Concerto Militaire

Ofra Harnoy, Cello



CD (RCA)




Mitwirkende:

Ofra Harnoy, Cello
Bournemouth Symphony Orchestra
Dirigent: Antonio de Almeida

Aufnahme:
Gesamtaufnahme

Produktion:
RCA - 1995
1 CD - stereo

Katalog-Nr.:
CD (RCA): 09026 68420 2



Anmerkungen:

Spielzeit: [35'30"]

Folgende Versionen des »Concerto Militaire« wurden für diese Aufnahme eingespielt:


  • »Concerto Militaire« [27'15"]
  • [Fassung von Jean-Max Clément]
  • »Concerto Militaire« - Andante * [08'15"]


* Aus dem »Concerto Militaire« wurde der zweite Satz (»Andante«) hier in einer alternativen Orchesterfassung separat eingespielt, die Antonio de Almeida Offenbach zuschreibt.

Desweiteren findet sich das Cellokonzert in d-moll von Edouard Lalo [29'15"] auf der CD.

Ebenfalls unter dem Dirigat von Antonio de Almeida entstanden:



Kommentare:


Sowohl die Einspielungen dieses Concertos allgemein als auch speziell diese Aufnahme sind recht schwer zu finden. Derjenige, der sie in die Hände bekommt, darf sich dafür dann aber auch doppelt freuen: denn neben der Seltenheit bietet die Produktion eine hörenswerte Interpretation des Werkes. Ein kleiner Wermutstropfen: zum Zeitpunkt der Aufnahme kannte man noch nicht die originalen Orchestrationen Offenbachs.

Antonio de Almeida, eine der Gallionsfiguren in der Gruppe der rastlosen Offenbach-Forscher, bemühte sich sowohl um die Interpretation der Standardwerke als auch um die der unbekannteren Kompositionen Offenbachs. Im Vergleich zu anderen Dirigenten fällt stets auf, daß de Almeida recht moderate Tempi anschlägt, wodurch die Präzision und Klangbalance der Instrumente besonders deutlich wird. Manchmal geschieht dies allerdings auf Kosten der musikalischen Originalität. Auch die vorliegende Aufnahme ist leider nicht ganz frei davon und muß sich daher einen Punktabzug in der sonst wirklich durchaus guten Bewertung gefallen lassen.

Sehr gut schlägt sich Ofra Harnoy, die neben dem »Concerto Militaire« auch früher schon das "Concerto Rondo" einspielte - nicht ahnend, daß beide Werke nur verschiedene Sätze eines einzigen Konzertes sind. Aber sie versteht es wirklich, ihrem Instrument schöne und virtuose Töne zu entlocken, und man kann sich nur schwer der Vermutung verschließen, daß es - wäre es nach ihr gegangen - auch gern ein wenig leidenschaftlicher in der Interpretation hätte zugehen dürfen.

Auch nach den Entdeckungen Jean-Christophe Kecks bezüglich der originalen Form des »Concerto Militaire« bleibt diese Aufnahme daher ein hörenswertes Dokument.

[ Marcus Ebeling ]





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 • © März 2005 •