Can Can - Ouvertüren & Ballette

Dirigent: Antonio de Almeida



LP (Philips)


CD (Philips)




Mitwirkende:

Philharmonia Orchestra

Dirigent: Antonio de Almeida

Produktion:
Philips - 1987, London
1 LP / 1 CD - stereo

Katalog-Nr.:
LP (Philips): 422 057 1
CD (Philips): 422 057 2



Anmerkungen:

Spielzeit: [58'30"]

Folgende Werke finden sich in der Auswahl dieser Aufnahme:


  • aus »Le Voyage dans la Lune« [18'15"]:
  • Ouvertüre & Ballett der Schneeflocken
  • aus »Die Rheinnixen« [04'30"]:
  • Ouvertüre
  • aus »Monsieur et Madame Denis« [07'00"]:
  • Ouvertüre
  • aus »Orphée aux Enfers« [17'45"]:
  • Ouvertüre & Hirtenballett
  • aus »Le Roi Carotte« [04'45"]:
  • Ouvertüre
  • aus »Maître Péronilla« [06'15"]:
  • Ouvertüre

Ebenfalls unter dem Dirigat von Antonio de Almeida entstanden:



Kommentare:


Wieder einmal geht der Dank an Antonio de Almeida, der sich mit seinen jahrelangen Forschungen um Offenbachs Werk mehr als verdient gemacht hat. Gelangen auch der »Hoffmann« in Miami und das Album mit Frederica von Stade nicht überzeugend, so liefert de Almeida mit dieser Kompilation ein wahres Feuerwerk ab.

Das beginnt schon mit der für einen Offenbachianer unverzichtbaren Auswahl der Stücke: die Ouvertüre der »Reise zum Mond« (aus der die spätere "Spiegelarie" entstand), die Ouvertüre der »Rheinnixen« (Themenlieferant für die "Barcarole") und die vollständige Version der Ouvertüre des großen »Orpheus« sind die Höhepunkte dieser unvergleichlichen Stunde Offenbach' scher Filetstückchen. Ergänzt wird die Auswahl durch selten eingespielte Ouvertüren und Ballette, und so hebt sich diese Produktion angenehm vom üblichen Einheitsbrei der ohnehin zumeist nicht aus Offenbachs Feder stammenden Ouvertüren-Zusammenstellungen ab.

Dem zur Seite steht das einfühlsame Dirigat de Almeidas, der sich temporeich und akzentuiert durch die Partitur arbeitet. Fast scheinen die Noten die Boxen zu sprengen, sei es durch die dramatische Spannung in der »Rheinnixen«-Ouvertüre oder die kaum zu bändigende Augelassenheit in der "Promenade autour d'Orphée" ("Spaziergang durch den Orpheus"), wie Offenbach seine Ouvertüre nannte. Das Philharmonia Orchestra bietet eine harmonische Gesamtleistung mit präzise präsentiertem Spaß an der Musik.

Der Klang der LP ist ebenso voll wie brillant und bietet ein differenziertes Spektrum der Instrumente. Der Klang der CD ist bisweilen ein wenig baßlastig, hier hätte man im Tonstudio vielleicht doch etwas mehr Vorsicht walten lassen sollen. Sofern man die Wahl hat, sollte man eindeutig lieber zur LP greifen. Das Hörvergnügen ist jedoch in jedem Fall gewährleistet.

Fazit: Sie haben die Aufnahme nicht? Dann nichts wie los ...

[ Marcus Ebeling ]




5 Dirigenten und 14 himmlische Galopps für diese CD des leider viel zu früh verstorbenen Offenbachmeisters Almeida, der bekannte und unbekannte Ouvertüren, Suiten und Ballettmusiken in schönster Offenbach-Manier erklingen läßt.

Man sollte jedoch, wenn man die CD in Gesellschaft hört, in der Nähe des Lautstärke-Reglers sitzen, da die lauten Stellen oft sehr laut und die leisen Stellen oft sehr leise sind. Schade, oder doch nicht?!

[ Olaf Franke • 25.05.06 ]




Diese Zusammenstellung hält einige Überraschungen bereit. Gleich zu Beginn, bei der Ouvertüre zu »Die Reise zum Mond« entdecken wir, woher die Melodie der sogenannten "Spiegelarie" stammt, die erst lange nach Offenbachs Tod von unbekannter Hand in »Hoffmanns Erzählungen« eingefügt wurde.

Da hier ausschließlich Originalversionen aufgenommen wurden, hören wir einmal Ouvertüren, die vom Meister selbst stammen (Offenbach stellte vielen seiner Werke keine Ouvertüren voran, weil er diese "Zeitverschwendung" fand). Zudem handelt es sich um Ouvertüren extrem seltener Werke wie »Meister Peronilla« oder »Der Karottenkönig«.

Das Highlight dieses Albums ist die Ouvertüre zur ("großen") Fassung des »Orpheus« von 1874. Welch ein Qualitätsunterschied zur hierzulande üblichen »Orpheus«-Potpourri-Ouvertüre von Carl Binder! Und da diese Musik vom Philharmonia Orchestra unter Antonio de Almeida furios dargeboten wird, lohnt sich diese Aufnahme schon allein deswegen.

[ Michael Laricchia • 11.07.06 ]





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 • © Juli 2006 •