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LP (Bourg) |
CD (Bourg) |
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Aufnahme: Gesamtaufnahme in französischer Sprache Produktion: Bourg - 1970 2 LP / 2 CD - stereo Katalog-Nr.: LP (Bourg): BG 2012-13 CD (Bourg): BGC 10-11 |
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Anmerkungen:
Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [65'45"] • 2. Akt [35'00"] • 3. Akt [09'45"] Die Sängerin Janine Lindenfelder trat auch unter den Namen "Janine Linda" und "Linda Felder" auf. Vollständig gestrichen wurden im 2. Akt »Le jour point« (Chor) und das Ballett sowie im 3. Akt »Partons en chasse« (Drogan) und die Szenenmusik. Entgegen den Angaben auf Cover und LP handelt es sich hier nicht um eine mono-, sondern eine stereophone Aufnahme. Ebenfalls unter dem Dirigat von Marcel Cariven entstanden:
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Kommentare: Obwohl »Geneviève de Brabant« durchaus ebenso schöne wie originelle Melodien zu bieten hat, läßt sich leider auch erkennen, warum Offenbach und seine Librettisten drei Fassungen des Werkes erarbeiteten: die Handlung ist relativ schwach und im Ergebnis nicht mehr als ein dürftiger Rahmen, der die einzelnen Nummern zusammenhält. Als einige der wenigen Bourg-Aufnahmen, die in Stereo erschienen, bietet die Einspielung sogar einen einigermaßen guten Klang, der für die oft übersteuerten Rundfunk-Produktionen nicht selbstverständlich ist. Ebenso überraschend führt Marcel Cariven das Orchester mit einer un-französischen Präzision durch die Partitur, wobei der in den Noten angelegte Witz nicht zu kurz kommt. Es gibt kaum Momente, in denen das Dirigat wirklich brilliant wird, aber der gute Standard wird über die gesamten drei Akte gehalten. Passend dazu gibt es im Bereich der Sänger weder nach oben noch nach unten wirklich herausragende Interpreten. Wieder einmal ist es die Ensembleleistung, welche den positiven Eindruck ausmacht. Erwähnenswert sind in jedem Fall die Hauptakteure: Annik Simon besticht mit einer sicheren Stimme und einer unerschütterlichen Geneviève, während Bernard Plantey seine manchmal etwas schmale Stimme dem librettogerecht schrägen Sifroy leiht. Sehr passend besetzt wurde Monique Stiot in der Rolle des Pagen Drogan, denn ihre teilweise nahezu drollige Stimme paßt hervorragend zu dieser Hosenrolle. René Terrasson darf - wie so oft in den französischen Aufnahmen - den Part des Bösewichtes übernehmen, hier in Gestalt des intrigierenden Golo. Manchmal etwas übertreibend mit der Boshaftigkeit in der Stimme beweist René Terrasson jedoch wieder einmal die Ausdruckskraft seiner vollen Stimme. Fazit: wenn man mit dem nicht gerade mitreißenden Sujet des Dreiakters warm geworden ist, lassen sich in dieser Einspielung durchaus kleine Schätze entdecken.
[ Marcus Ebeling ]
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Die zweite Aufnahme dieses Werkes aus den Archiven des O.R.T.F. erweist sich als eine der besten Offenbach-Produktionen des französischen Rundfunks. Im Gegensatz zu anderen Aufnahmen aus dieser Zeit weist die vorliegende Einspielung einen recht voluminösen und guten Klang auf, der nur an einigen Stellen ein wenig verwaschen klingt. Zu den (recht) guten Leistungen der Sänger (Insbesondere die Sänger der Hauptrollen sind gut für die jeweilige Rolle geeignet.) kommt ein schwungvolles und angemessenes Dirigat Marcel Carivens, der auch mehrere andere Offenbachiaden dirigierte. Leider ist diese Aufnahme, wie fast alle mehr oder weniger guten Aufnahmen des französischen Rundfunks, nicht mehr im Handel erhältlich.
[ F.H. • 03.12.06 ]
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