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CD (Line Music) |
CD (Malibran) |
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Anmerkungen:
Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [31'45"] • 2. Akt [21'00"] • 3. Akt [21'00"] Die vorliegende Gesamtaufnahme wurde zum Teil erheblich gekürzt. So entfielen beispielsweise beim Auftritt Orestes das Orchestervorspiel sowie die Wiederholung des Refrains beim Abgang. Außerdem strich man neben den Melodramen die Entr'actes zum 2. und 3. Akt sowie den Chor »Dansons, buvons!«. Zusätzlich enthält die CD-Ausgabe von Malibran folgende Nummern [06'15"]:
Ebenfalls unter dem Dirigat von Jules Gressier entstanden: |
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Kommentare: Der Klang dieser Produktion - allem Anschein nach eine Rundfunkeinspielung - ist leider ausgesprochen schlecht, so daß eine differenzierte und treffende Beurteilung der Aufnahme nur in Grenzen möglich ist. Abgesehen vom monophonen Klang leidet der Mitschnitt unter dröhnenden Bässen, welche weite Teile des Orchesterklanges verschlucken. Gleichwohl ist diese »Hélène« durchaus hörenswert. Jules Gressier schlägt ein angenehmes Tempo an und die - oft stark verkürzten - unterhaltsamen Dialoge sowie die grotesken Zwischenrufe zeigen das Bemühen um eine möglichst lebendig wirkende Produktion. Sehr wirkungsvoll ist so auch beispielsweise das Mitzählen im Takt durch den Chor im Finale des 1. Aktes (»Il est vraiment - un, deux, trois, quatre - ingénieux.«). Eine absolute Bereicherung für die Discographie ist die Interpretation Fanely Revoils, deren warme, aber klare Stimme selbst vom schlechten Klang der Aufnahme nicht zu bändigen ist. Louis Arnoult stattet Paris mit einem typisch französischen Tenor aus: kein strahlender Klang, aber eine bewegliche Stimme mit weichem Timbre. René Ronsil - ein verschlagener Kalchas - ist manchmal etwas vorschnell mit seinen Einsätzen. Helenas bedauernswerter Ehemann hat in Maurice Porterat einen offensichtlich geübten Spieltenor und erhält in dieser Aufnahme ein wirklich komisches, aber nie aufdringliches Profil. Fazit: Interpretatorisch ist diese Aufnahme eine gute Ergänzung für die Sammlung, sofern man klanglich Abstriche zu machen bereit ist.
[ Marcus Ebeling ]
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