La Belle Hélène

Dirigent: Jules Gressier



LP (Pathé, 1952)


LP (Pathé, 195?)


LP (Vox)



LP (Pathé, 1972)


LP (EMI)


CD (EMI)



Mitwirkende:

Hélène Deva Dassy
Pâris Claude Devos
Calchas Michel Roux
Oreste Liliane Berton
Ajax I Gaston Rey
Ajax II Aimé Doniat
Achille Bernard Demigny
Ménélas Jean Albert Duvaleix
Agamemnon Willy Clément

Choeurs Raymond Saint-Paul
Leitung: (keine Angabe)

Orchestre de l'Association
des Concerts Lamoureux
Dirigent: Jules Gressier
Aufnahme:
Auszüge
in französischer Sprache

Produktion:
Pathé - 1952
1 LP / 2 CD - mono

Katalog-Nr.:
LP (Pathé, 1952): 33 DTX 118
LP (Pathé, 195?): DTX 30 137
LP (Vox): PL 20500

LP (Pathé, 1972): 2 C 051 10852
LP (EMI): 2 C 151 52720/5
CD (EMI): 0777 7 67515 2 8



Anmerkungen:

Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [22'30"] • 2. Akt [10'00"] • 3. Akt [10'45"]

Folgende Nummern finden sich in der Auswahl dieser Aufnahme:

  • Ouvertüre
  • »C'est le devoir des jeunes filles« (Chor der jungen Mädchen)
  • »Amours divins!« (Hélène)
  • »Au mont Ida« (Paris)
  • »Voici les rois de la Grèce!« (Chor)
  • »Ces rois remplis de vaillance« (Ajax I)
  • Finale 1. Akt: »Gloire! Gloire!« (Chor)
  • »On me nomme Hélène la Blonde« (Hélène)
  • »C'est le ciel« (Hélène)
  • Finale 2. Akt - Auszug: »Ne criez pas, notre cher hote« (Chor)
  • »Vénus au fond de notre âme« (Oreste)
  • »Lorsque la Grèce« (Agamemnon)
  • »Et tout d`abord« (Paris)
  • Finale 3. Akt - Auszug: »Partez, noble reine« (Chor)

Das Cover der LP-Erstausgabe besteht aus zwei Teilen: einer festen Hülle aus Pappe und einem motivisch bedrucktem Blatt, welches um die Hülle gelegt wird.

In dem Coffret "Offenbach - Six Opérettes" finden sich zusätzlich Auszüge aus: Die CD-Ausgabe enthält zusätzlich: Ebenfalls unter dem Dirigat von Jules Gressier entstanden:


Kommentare:


Diese Aufnahme entstand in einer Zeit, in welcher Sänger nur in ihrer Muttersprache sangen und niemand danach fragte, mit welchen quellenkritischen Erkenntnissen ein Werk vollständig auf den Kopf gestellt werden könnte. Selbst der monophone Klang kann nicht verhindern, daß diese Einspielung eine faszinierende Aura entwickelt. Jules Gressier schwelgt und spaßt in jedem Moment mit der Musik. Seine Tempi sind nicht besonders schnell, aber es fehlt nie an Esprit. Und das Orchester scheint sich seiner Aufgabe ebenfalls mit Freude zu anzunehmen.

Deva Dassy ist einer hervorragende Helena: sie schafft es, der Rolle mit einer warmen Stimme eine stilvolle Leichtigkeit zu verleihen. Eine wirklich seltene Kombination. Ähnliches läßt sich über den Paris von Claude Devos sagen: eine warme Stimme, nie grell oder angestrengt, dem Spaß des Sujets gerecht werdend. Erwähnung finden muß natürlich der hervorragende Menelaus in der Interpretation Jean Albert Duvaleix'. Wer ihn einmal in der Rolle hörte, wird lange suchen müssen, um einen besseren zu finden. Teils krächzend, teils singend, bekommt der bedauernswerte Ehemann Helenas selbst in diesem Querschnitt einen wirklichen Charakter.

Auch wenn die alten Cover von Pathé schöner waren, muß man EMI dankbar sein, daß diese Einspielung überhaupt als CD wiederaufgelegt wurde. Wenn auch klanglich nicht auf dem Niveau, welches man heute gewohnt ist, ist die Produktion unbedingt hörenswert. Vielen Dank, Monsieur Duvaleix!

[ Marcus Ebeling ]





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 • © Oktober 2003 •