La Belle Hélène

Dirigent: Manuel Rosenthal




Mitwirkende:

Hélène Jane Rhodes
Pâris Bernard Plantey
Calchas Bernard Demigny
Oreste Andrine Forli
Ménélas Jean Giraudeau
Agamemnon Jacques Doucet
Achille Michel Hamel
Ajax I Robert Andreozzi
Ajax II Jean-Paul Vauquelin

Choeurs
Leitung: Jack Collin

Orchestre
Dirigent: Manuel Rosenthal
Aufnahme:
Auszüge
in französischer Sprache

Produktion:
Philips - 1966
1 LP / 1 CD - mono

Katalog-Nr.:
LP: L 00.563 L
CD: 442 237 2



Anmerkungen:

Spielzeit: Ouvertüre & 1. Akt [27'00"] • 2. Akt [19'15"] • 3. Akt [09'45"]

Folgende Nummern finden sich in der Auswahl dieser Aufnahme:
  • Ouvertüre
  • "Vers tes autels, Jupin" (Choeurs)
  • "C'est le devoir des jeunes filles" (Choeurs des jeunes filles)
  • "Amours divins!" (Hélène)
  • "Au cabaret du labyrinthe" (Oreste)
  • "Au mont Ida" (Paris)
  • "Ces rois remplis de vaillance" (Ajax I)
  • Finale 1. Akt: "Gloire! Gloire!" (Choeurs)
  • "On me nomme Hélène la Blonde" (Hélène)
  • "C'est le ciel" (Hélène)
  • Finale 2. Akt: "A moi, rois de la Grèce!" (Ménélas)
  • "Vénus au fond de notre ame" (Oreste)
  • "Lorsque la Grèce" (Agamemnon)
  • Finale 3. Akt - Auszug: "Non, l'honneur m'attache au rivage" (Hélène)
Ebenfalls unter dem Dirigat von Manuel Rosenthal entstanden:

Kommentar:


Man merkt dieser Aufnahme an, daß sie in den ersten Tagen der Stereophonie entstand: der Klang ist zwar noch monophon, aber den Hörer begleiten bis an den Rand des Unterhaltsamen Rufe, Schreie, Gestampfe und andere Geräusche, die den räumlichen Klang unterstützen sollen. Leider wird dieses Konzept doch ein wenig überstrapaziert, so daß man froh ist, wenn wieder eine Arie folgt, da diese nicht von lärmender Staffage untermalt werden.

Manuel Rosenthal führt ein von Schlaginstrumenten dominiertes Orchester, welches - unterstützt durch die oben genannten Geräusche - mehr Rhytmus als Melodie transportiert. Auch das Dirigat selbst ist zu bodenständig, zu schwerfällig, um wirklichen Esprit aufkommen zu lassen.

Jane Rhodes' Stimme ist wirklich von einem außergewöhnlichen Timbre, aber ihre Hélène gerät genau dadurch etwas zu dramatisch - zu viel Grand Opéra, zu wenig Bouffes Parisiens. Allerdings ist die Interpretation hier noch weitaus schwungvoller als unter Alain Lombard ca. 12 Jahre später. Bernard Plantey klingt überwiegend, als würde er sich im tastenden Ansingen der gesuchten Note nähern - und nicht immer wird diese getroffen.

Der Klang der Aufnahme ist nicht gerade hervorragend: oft verschwindet das Orchester im Vergleich zu den Sängern zu sehr im Hintergrund, dies besonders, wenn der Chor einsetzt.

Die Einspielung war Philips offenbar recht wichtig, immerhin erhielt sie ein Klappcover mit Fotographien der meisten Mitwirkenden.



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