Ballade Symphonique

Dirigent: Jean-Christophe Keck



CD (Accord)




Mitwirkende:

Orchestre National de Montpellier

Dirigent: Jean-Christophe Keck

Produktion:
Accord - 2003, Montpellier
1 CD - stereo

Katalog-Nr.:
CD (Accord): 476 899 9



Anmerkungen:

Spielzeit: [76'15"]

Folgende Werke finden sich in der Auswahl dieser Aufnahme:



aus »La Vie Parisienne«:
  • Ouvertüre
  • Entr'acte zum 2. Akt
  • Entr'acte zum 3. Akt
  • Entr'acte zum 4. Akt
  • Melodram aus dem 4. Akt
  • Entr'acte zum 5. Akt
  • Melodram aus dem 5. Akt


aus »Les Bergers«:
  • Ouvertüre


aus »La Périchole«:
  • Ouvertüre
  • Melodramen aus dem 1. Akt
  • Entr'acte zum 2. Akt
  • Melodram aus dem 2. Akt
  • Entr'acte zum 3. Akt, 1. Bild
  • Melodramen aus dem 3. Akt, 1. Bild
  • Entr'acte zum 3. Akt, 2. Bild


aus »Trafalgar sur un Volcan«:
  • Ouvertüre


aus »Orphée aux Enfers« [Fassung von 1858]:
  • Ouvertüre
  • Melodramen aus dem 1. Akt
  • Entr'acte zum 2. Akt, 1. Bild
  • Entr'acte zum 2. Akt, 2. Bild
  • Melodram aus dem 2. Akt, 2. Bild


aus »Ba-Ta-Clan«:
  • Ouvertüre
  • Melodramen


aus »Barbe-Bleue«:
  • Ouvertüre
  • Melodram aus dem 1. Akt
  • Entr'acte zum 2. Akt, 2. Bild
  • Entr'acte zum 3. Bild
  • Melodramen aus dem 3. Akt


»Souvenir d'Aix-les-Bains«


Ebenfalls unter dem Dirigat von Jean-Christophe Keck entstand:



Kommentare:


Die Einspielung allein an der Interpretation zu messen, würde dem Beitrag dieser Produktion zur Offenbach-Discographie nicht gerecht werden. Dafür suchte Jean-Christophe Keck, le pape offenbachien lui-même, die Ouvertüren, Entr'actes und Melodramen schon viel zu sorgfältig aus.

Um jedoch mit der Interpretation anzufangen: hierfür allein hätte sich Monsieur Keck schon auf jeden Fall vier Dirigenten verdient. Bisweilen gerät sein Dirigat etwas beschaulich und läßt - dieses Wortspiel sei gestattet - etwas Keckheit vermissen. Die Tempi sind gerade bei den ruhigen Nummern doch sehr breit. Erst bei den effektvollen Passagen wie der Ouvertüre zu »Ba-Ta-Clan« oder dem Entr'acte zum 2. Akt des »Orphée« bricht dann purer Offenbach hervor.

Das Orchestre National de Montpellier musiziert mit bestechender Präzision und der angenehme Orchesterklang wurde ausgewogen und differenziert von Accord eingefangen.

Der deutlichste Vorzug dieser Aufnahme ist jedoch die eingangs erwähnte Auswahl der Nummern. Wenngleich einige Melodramen ohne die dazugehörigen Szenen und Dialoge etwas verloren wirken, so überzeugt das Konzept, die rein orchestralen Passagen des jeweiligen Werkes herauszufiltern, in jedem Fall. Vor allem aber muß man Monsieur Keck dankbar sein, daß er die erfreuliche überwiegende Tendenz der letzten Jahre, auch Offenbachs unbekanntere Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren, fortsetzt.

Fazit: fundamental.

[ Marcus Ebeling ]




Cette »Ballade« totalement dénuée d'ajout d'orchestration est une pur moment de détente, de bonheur et de découvertes! A savourer les dimanche pluvieux.

[ Jérôme Collomb "bluehalo55" • 05.03.08 ]




Offenbach ohne Worte. Allerdings auch ohne Bearbeitungen. Ouvertüren und Zwischenspiele aus bekannten und unbekannten Werken, natürlich alles in Offenbachs Originalinstrumentationen, wie sie in den Editionen von Jean-Christophe Keck vorliegen, der hier höchstpersönlich am Dirigentenpult steht. Eine kleine, feine Aufnahme, die viel Freude macht.

[ Michael Laricchia • 01.06.08 ]




Die Idee, die originale Musik aus bekannten Offenbach-Werken zu spielen, ist zwar sehr tugendhaft, hat sich aber in der Bühnenpraxis leider noch lange nicht so konsequent durchgesetzt, wie es für das Verständnis Offenbachscher Tonkunst wünschenswert wäre.

Da liegt nun eine herrliche Aufnahme von Meister J.-C. Keck vor, und es bleibt zu hoffen, dass sich diese nicht nur ein paar Laien, sondern maßgeblich am Aufführungsbetrieb beteiligte Personen einmal anhören und daraus für die Praxis lernen.

Es fällt schwer, irgend einem der absolut hörenswert und lebendig musizierten Stücken den Vorzug zu geben. Vielleicht aber sollte man besonders beim Blaubart hinhören und erkennen, was da erklingt - tw. von Mozart und Rossini inspirierte, stimmungsvolle dramatisch lebendige Opern-Musik voll unerschöpflicher Einfallskraft und Melodik, also kurz: Offenbach auf der absoluten Höhe seiner Inspiration!

Danke für diesen musikalischen Schatz!

[ Mag. Christian Riedel • 04.06.08 ]





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 • © März 2008 •