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CD (Hamburger Archiv für Gesangskunst [HAfG]) |
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Anmerkungen:
Spielzeit: [41'00"] • Acht Nummern [22'45"] Die Besetzungsliste im Beiheft zur CD weist den Rollen falsche Interpreten zu, die oben aufgeführte Liste stellt die korrigierte Version dar. An weiteren Gesamtaufnahmen bietet diese CD-Ausgabe:
Ferner finden sich acht einzelne Nummern in dieser Edition:
Ouvertüre
»Entrez, entrez, jeune fille à l'oeil bleu« (Frick) - Auszug
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Kommentare: Tadellos - dem Grunde nach reicht dieses Adjektiv schon aus, um die Aufnahme treffend zu beschreiben. Allerdings würde man einer solch beispielhaften Einspielung nicht gerecht werden, beließe man es bei einem einzigen Wort des Zuspruchs. Caspar Richter führt eines der wenigen Dirigate rechts des Rheines, welches mit der französischen Konkurrenz mithalten kann: dynamisch, durchdacht und von enormem Ausdruck. Seien es nun die absurden Chöre, welche den Ba-Ta-Clan vortragen, oder die Duette der selbst in dieser deutschen Fassung wirklich komischen Protagonisten. Erwähnenswert ist auch der mitreißende Schwung des Radio-Sinfonieorchesters Berlin. Beweisen die Musiker hier doch, daß man nicht nur der Berliner Operette gewachsen ist. Die vier Gesangssolisten nehmen die Komik dieser musikalischen Posse ernst und vermeiden schenkelklopfenden Humor, wobei ihnen die knackigen Dialoge entgegenkommen. Stimmlich präsentieren sich die Interpreten der drei großen Rollen (Fé-an-nich-ton, Ki-ke-ri-ki und Tu-e-nix) Lucy Peacock, Donald Grobe und Martin Vantin so wie eingangs erwähnt: tadellos. Der Klang der Aufnahme ist recht gut, allerdings muß der Hörer sich mit Lücken im Mitschnitt dieser Rundfunkproduktion zufrieden geben, so daß einzelne Nummern ihres Anfangs oder ihres Endes beraubt werden. Sei's drum: die verbliebenen 41 Minuten dieser Produktion entschädigen für alle Schnitte. Die acht zusätzlichen Nummern führen zwar zu einer bestmöglichen Ausnutzung der Spielzeit, aber mittlerweile finden sich selbst in den Offenbach-Ausgaben des Hamburger Archivs für Gesangskunst diese Stücke doppelt ... tut man damit wirklich jemandem einen Gefallen? Zudem sind diese historischen Einspielungen hinlänglich aus auf dem Markt verbreiteten Kompilationen bekannt. An das HAfG geht neben dem Dank für das Heben solch akustischer Schätze auch die Bitte, bei den Besetzungslisten immer eine Auge auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben zu haben. Im Vergleich zu den ersten Ausgaben steigt die Fehlerquote. Fazit: eine unverzichtbare Einspielung für jeden bekennenden Offenbachianer, deren musikalische Qualität über kleine Mängel dieser Edition hinwegtröstet.
[ Marcus Ebeling ]
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